Dienstag, 18. Juni 2013

Kunst erfüllt einen Lebensweg.

Ich hörte soeben Maria Callas mit "Tosca" auf EinsLive. Klassik ist etwas Wundervolles.

Kunst. Kunst ist etwas Wundervolles.

2011 Oberh
Dieses Bild hier zeigt mich im Herbst 2011 in Oberhausen. Ich war dort für das Musical "Wicked - Die Hexen von Oz". Im kommenden Juli treibt mich ein anderes, großes Musical nach Berlin: "Tanz der Vampire".

Kunst ist etwas Einzigartiges. Egal, welche Kunst man erschafft - kein anderer kann dieselbe Kunst auf die gleiche Weise erschaffen. Jeder bringt etwas Neues hinein.
Deshalb ist Kunst einzigartig.

Samstag, 15. Juni 2013

Lernbedarf ...

... ein ewiger Prozess ist das Lernen. Unsere Lehrmeister sind Mitmenschen, aber auch oft genug die Natur, Ereignisse, das Leben selbst in all seiner Vielfalt.
Wenn wir darüber nachdenken, uns weiterbilden zu wollen - wodurch gestalten wir diese Weiterbildung unserer Fähigkeiten, unseres Wissens? Durch noch mehr Weiterbildung.

Der Duft warm werdender TK-Baguettes, der aus dem knackenden Miniofen dringt, durchzieht die Luft in diesem Zimmer, das in wenigen Monaten ohne mich auskommen muss, bevor es dem Erdboden gleich gemacht wird. Viel habe ich gelernt in den Jahren, die ich hier Zuflucht fand. Doch bin ich auch weiser geworden in dieser Zeit? Vielleicht.

Es besteht Lernbedarf. Jederzeit. Selbst dann, wenn uns das Lernen zu anstrengend erscheint und wir eigentlich nicht lernen wollen. Trotzdem wollen wir lernen. Denn wir wollen im Leben weiterkommen. Und weil wir das wollen, wollen wir indirekt auch lernen, wie wir weiterkommen.

In dem Moment, in dem ich aufhöre zu lernen, hört mein Herz auf zu schlagen. Denn man lernt ein Leben lang, bewusst wie unbewusst.

Donnerstag, 13. Juni 2013

Geschichtsschreibung im Jahre 2013 ...

... wann haben wir verlernt, wir selbst zu sein?
Ist das, was wir sind, nur das, was andere uns sein lassen? Wieviel von uns selbst steckt noch in uns selbst?

Ich denke, wir können auch heute noch aus dem lernen, was uns gegeben ist.
Es ist nicht ohne Grund, dass in Schulen mit Büchern gearbeitet wird. Bücher sind ein unermesslicher Schatz an Wissen. Dies gilt auch für Romane und das, was daraus entsteht.

Wenn im HOBBIT ein Zwerg sich aufmacht, um den Traum seines Vaters und seines Großvaters zu verwirklichen und dafür bereit ist, alles zu geben und alles zu durchstehen, so mögen manche dies vielleicht für blind und dumm halten. Aber solche Leute sind dann vielleicht einfach nicht in der Lage, für ihre eigenen Träume und Wünsche alles zu geben.

Ich kann Thorin besser verstehen, weil ich ihn kenne, diesen Kampf. Man ist allein, oder fast allein. Man hat nicht viele, die einem folgen. Aber man hat mindestens einen Begleiter immer dabei: Den Traum, das Ziel. Wenn man dieses Ziel verfolgt, kann man es auch schaffen, im restlichen Leben anzukommen, Halt zu finden, Anschluss zu finden. Die Reise wird hart, man benötigt Ausdauer, Disziplin, Tapferkeit, den Mut zum Risiko, das Verständnis für Konsequenzen, das Akzeptieren von Verlusten.

One day, baby, we'll be old. Eines Tages, Baby, werden wir alt sein.
Und wenn ich alt bin, will ich kein verbitterter, unglücklicher alter Sack sein, der wegen jedem fehlenden Cent jammert oder wegen einer ungenutzten Jugend. Ich will nicht wegen einer Rente jammern, die vielleicht zu wenig ist. Ich will nicht, dass mir das Geld wichtig ist, sondern das Leben. Und was viele vergessen: Geld ist nicht nötig, um das Leben zu genießen. Geld erleichtert den Genuss des Lebens, ja. Aber die Basis für diesen Genuss kann man sehr wohl ganz ohne Geld finden.

Ich bin ein Naturfreund und reise gern. Muss ich in den Schwarzwald, zu den Niagarafällen, nach Irland, für teures Geld, um ein Naturfreund sein zu können? Nein, der lokale Wald reicht absolut aus. Wenn das nötige Geld da ist, klar, dann ab in andere Länder. Aber ich brauche kein Geld, um meine Liebe zur Natur auszuleben.

Ich bin ein leidenschaftlicher Zocker. Muss ich die neuesten Konsolen und Videospiele kaufen, um als Zocker zu gelten? Nein, mir reichen ein Uralt-Gameboy, den ich mir von meiner Lebensgefährtin leihe, mein Uralt-N64, meine Playstation 1, meine Playstation 2 und die wenigen Spiele, die ich für diese Konsolen habe. Wenn das nötige Geld da ist, klar, dann erweitere ich meine Sammlung. Aber ich brauche kein Geld, um mich als echter Zocker bezeichnen zu können.

Ich nenne mich einen Genießer guten Essens. Muss ich die teuersten Lebensmittel kaufen und in die teuersten Restaurants gehen, um zu wissen, was gutes Essen ist? Nein, ich gebe mich mit Billigessen zufrieden, weil es mir ehrlich schmeckt und ich trotzdem meine Vorlieben und NO-GOs habe. Wenn das nötige Geld da ist, klar, dann wird auch mal Markenessen gekauft, aber es ist nicht lebensnotwendig für mich.

Ich brauche natürlich Geld, wenn ich eine Familie gründen möchte. Ich brauche Geld, um mir diverse Träume erfüllen zu können. Und Vater Staat meint, mitreden zu dürfen, wie ich mein Geld verdiene. Ich kann sie nicht aufhalten, zu tun, was sie meinen, tun zu müssen. Doch ich werde meinen Weg weitergehen, egal was es kostet. Denn "EGAL WAS ES KOSTET", nur SO kämpft man richtig für seine Ziele. Und ich, ICH, habe nicht vor, mir vorschreiben zu lassen, wie ICH das MIR gegebene Leben zu führen habe. Solange ich eigene Entscheidungsfähigkeit besitze, werde ich sie auch einsetzen, komme, was wolle.

Viele Menschen haben keine wirkliche Ahnung davon, was es bedeutet, sich frei zu fühlen.
Ich schon. Und das gibt mir ungeheure Kraft.

Samstag, 7. April 2012

Krank ist man ja immer irgendwie ...

... seien wir ehrlich: Vieles, was wir als 'krank' bezeichnen, spielt sich doch nur in unseren Köpfen ab. In Wirklichkeit könnten wir viel gesünder sein, wenn wir nicht dauernd glauben würden, wir hätten irgendwas.

Ich für meinen Teil habe heute einen kratzigen Hals, tränende Augen und seit Tagen eine laufende Nase. Bin ich deshalb schon krank? Ist es richtig, dass ich mir deshalb nachher bei der Apotheke Grippostad C holen will, um weiteren Eventualitäten vorzubeugen? Ich könnte meinen Prinzipien folgen, es meinen Körper rausfinden zu lassen, ob er von alleine wieder fit wird.
Nun ja. In einem meiner Lieblingsfilme wird der Zusammenhang zwischen Prinzipien und realen Individualitäten deutlich gemacht. Der Hauptcharakter sagt:
"Ich bin ein Vater. Ich kann mir Prinzipien nicht leisten."
In diesem Sinne könnte wohl auch ich sagen:
"Ich bin ein Auszubildender und Lebenspartner. Ich kann mir nicht alle Prinzipien leisten."
Bestimmte Prinzipien können losgelöst sein von allem, was einem im Alltag begegnet. Doch geht es bei der Umsetzung diverser Prinzipien um die Vernachlässigung von Mitmenschen, die über einem stehen (Ausbildungsverhältnis) oder für die man stark sein möchte/muss (Partner/Familie), dann werden diese Prinzipien schnell in ein ganz anderes Licht gerückt.

Mein PC ist auch erkrankt. Er hat eindeutige Symptome eines Trojaners, wurde mir gesagt. Doch statt ihn 'behandeln' zu lassen, nutze ich ihn einfach weiter, wenn auch eingeschränkter als vorher. Beim Computer mache ich es richtig, denke ich. Ich kann nicht warten, bis das System neu aufgesetzt wird. Ich brauche seine Dienste jetzt, aber ich lebe damit, dass seine Dienste eingeschränkter sind. Wenn sich irgendwann die Gelegenheit bietet, ihn generalüberholen zu lassen, dann werde ich das tun lassen. Aber solange lebe ich mit ihm, wie er ist.
Wenn ich das mit meinem Körper genauso tun könnte, wäre ich glücklich. Vielleicht. Aber trotzdem - oder gerade deswegen - freue ich mich auf meine Grippostad C, wenn ich sie nachher in Händen halte. Denn ich bin Azubi und Lebenspartner. Ich kann mir kranksein nicht leisten.

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